Vossianische Antonomasie (Teil 36)

(Gregor Keuschnig liest Fritz J. Raddatz)

 

  1. ein Majakowski der Primanerzeitungslyrik
  2. die Ilse Ritter der DDR
  3. eine Soraya der 90er Jahre
  4. Nurejew der Literatur
  5. die Madeleine Renaud des Ostens

alles gefunden in:
Fritz J. Raddatz: Tagebücher 1982–2001
(Danke, Gregor!)

 

Kommentare

3 Kommentare zu „Vossianische Antonomasie (Teil 36)“

  1. Avatar von Marcuccio
    Marcuccio

    Zuletzt gab es ja eine innere Distanzierung von den Antonomasien:

    »Nun schätze ich Vergleiche letztlich nicht. Jede langbeinige Diseuse ist ja heutzutage „die Marlene Dietrich von heute“ und der ständige Klappentext-Jubel „unser neuer Thomas Mann“ ist so erbärmlich wie lächerlich; auch Rimbaud oder Kafka sind reichlich im Angebot „für Sie“«

    Aber noch ist nicht aller Antonomasien Abend – ausgezählt wird im März, wenn die neuen Tagebücher kommen…

  2. Avatar von Jeeves
    Jeeves

    Ja, der Gregor liest viel. Und er schreibt viel darüber.
    Vielleicht will er den Rekord brechen? =
    „Das Leben ist so kurz! Selbst wenn Sie ein Bücherfresser sind, und nur fünf Tage brauchen, um ein Buch zweimal zu lesen, schaffen Sie im Jahre nur 70. Und für die fünfundvierzig Jahre, von Fünfzehn bis Sechzig, die man aufnahmefähig ist, ergibt das 3150 Bände: die wollen sorgfältigst ausgewählt sein!“ (Arno Schmidt: „Ich bin erst sechzig“)
    Wieso eigentlich spricht Schmidt von „ein Buch zweimal lesen“? Egal.
    .
    Da lob‘ ich mir Sven Regener im Interview:
    FAZ: Welche Bücher und Schriftsteller lesen Sie gerne?
    Sven R.: Das geht Sie gar nichts an.

  3. Avatar von Gregor Keuschnig

    @Marcuccio
    Ich bilde mir ein, die Tagebücher ziemlich genau gelesen zu haben und hatte sechs gefunden – eine hattet Ihr schon. (Gut, noch zwei nicht so ganz richtige; die zählen nicht.) Bei 900 Seiten nicht all zu viele…

    @Jeeves
    Schweigen ist tatsächlich häufiger eine Alternative als man so denken mag.

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