(Übersicht: Alle 30 besprochenen Serien. – Vorwort: Besuch im Serienland.)
Zu »Lost« müssen wir im Prinzip nichts mehr sagen, wir haben die 14 neuen Folgen ja minutiös begleitet (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13+14).
Nachdem die Vorgängerseason ein paar Längen hatte und einige Enttäuschungen mitbrachte (Mr. Ekos relativ unmotivierten Tod u. a.), gab es in Staffel 4 wieder Mystery vom Feinsten, auch wenn sich der Hauptplot leicht Richtung SciFi verschoben hat (vor allem Folge 5 machte es einem nicht einfach, mit den neuen Storyideen mitzugehen).
Aber nach 3 wirklich fulminanten Folgen zu Beginn der Staffel war es unmöglich, nicht wieder von »Lost« angefixt zu werden. Ein paar Rätsel wurden teilaufgelöst, etwa die Mechanismen des Black Smoke Monsters, und das ist doch bei einer derartigen Geheimniskrämer-Serie wirklich mal bemerkenswert.
Dass eine urwüchsige Machtgestalt wie Benjamin Linus mittlerweile die Hauptrolle spielt, ist super und verdeutlicht einmal mehr den metaphorischen Drall, mit denen »Lost« seine Figuren zeichnet. Auch der Locke/Jack-Antagonismus zwischen Glaube & Vernunft tritt wieder in einigen schönen Szenen zutage.
Vor allem aber hat die Einführung der Flashforwards für eine ganz neue Dimension gesorgt. Der am Ende von Staffel 3 eingeführte Twist, der damals alle verwirrt hat, wurde souverän plausibilisiert und hat zu einer gesteigerten Spannung geführt.
Das Ende ist nah, zumindest absehbar. Es folgen noch 2 Staffeln, von denen die erste im Januar 2009 starten wird.
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