Die FAS vom 13. 4. 2008: Feuchtgebiete, Bandbreite, Nordgeweihte

Genau, ja, wobei, ähm?, echt?, niemals!, super, hehe, gute Güte, holla! Soweit meine Eindrücke bei der Lektüre des großen Essays über Charlotte »Feuchtgebiete« Roche von Ingeborg Harms (S. 30). Kulturgeschichtliche Eintütung, die sich gut wegliest. Freud, Germaine Greer, Bachtin, Lessing (Laokoon), Bret Easton Ellis, Sennett, Georg Franck, Kafka, Littell, Kleist. Ok, in ca. einem Monat noch mal lesen.

Als Feuilleton-Aufmacher schreibt Daniel Kehlmann über einen frisch übersetzten Band mit Truman-Capote-Reportagen (S. 25). Abgesehen von den als Übersetzungskritik gemeinten Stellen ein gutes Ding. Aber eben: Der Band wurde von Marcus Ingendaay sehr, sehr gut übersetzt, vor allem angesichts der »Bandbreite der Texte«, die ja auch Kehlmann bestaunt.

Dann Nils Minkmar zum französischen Phänomenfilm »Bienvenue chez les Ch’tis« (S. 27). Bestes Wort im Text: »der Nordgeweihte«. So wird der arme Postangestellte bezeichnet, der von Süd nach Nord versetzt wird. Auch gut, dass die Beobachtungen gegen Textende schnell noch mit Pierre Bourdieu und Dirk Baecker kurzgeschlossen werden.

Soweit der Alibi-Rundown der ja schon 4 Tage alten Ausgabe. Auch sonst war die FA-Sonntagszeitung natürlich wieder gut gefüllt, mais pas de temps, on prépare d’autres actions ici. Bienvenue chez le Tourneur de Pages.

Kommentare

Ein Kommentar zu „Die FAS vom 13. 4. 2008: Feuchtgebiete, Bandbreite, Nordgeweihte“

  1. Avatar von dummyblogger

    Ich finde Sonntagszeitungen ja nicht begrüßenswert — wenn man die tägliche Zeitungslektüre ernsthaft betreibt und an verschiedenen Fronten auf dem laufenden bleiben will, dann braucht man den Sonntag als Puffer, um noch Liegengebliebenes aufzuholen…

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