Autor: Josik

  • Kammerspiele

    Es war eine sternenklare Nacht. Im Zentrum von München sah man davon natürlich rein gar nichts, aus Feinstaubgründen, aus Nebelgründen und wegen dem ganzen anderen Schmodder. Ich hatte mich mit Don Ron um viertel vor sieben am Eingang der Kammerspiele verabredet. Beide hatten wir einen langen Arbeitstag hinter uns, deswegen konnten wir vorher kein Bier mehr trinken gehen, sondern kamen direkt von der Arbeit. Nun aber wollten wir endlich das tun, worauf wir uns schon seit Monaten gefreut hatten: »Wut« von Elfriede Jelinek sehen, in der Inszenierung von Nicolas Stemann.

    Im Foyer der Kammerspiele dann: eine Schulklasse! Welcher Deutschlehrer bitteschön schleift denn eine Schulklasse in eine Jelinek-Inszenierung hinein? Noch dazu eine Inszenierung, die vier oder fünf Stunden dauert? Nun, vielleicht verehrte dieser Lehrer Jelinek ja genauso wie ich, vielleicht war er, genau wie ich, der Meinung, dass Jelinek die Literatur revolutioniert hat wie seit Goethe niemand mehr. Goethe, Jelinek, die ganze Literatur dazwischen war im Prinzip uninteressant.

    Mein Namensvetter Josik von Sonnenfels musste damals vor zweieinhalb Jahrhunderten seine Wiener Zeitschrift »Der Mann ohne Vorurtheil« nennen, unter mir als seinem sozusagen Nachfahr würde sie heute »Der Mann mit Vorurtheil« heißen. Denn ich horchte in mich hinein und wurde gewahr, was ich fühlte, nämlich dass ich diese Schulklasse schon jetzt durchaus hasste. Aus Erfahrung wusste ich ja, wie sich diese Siebzehnjährigen im Theater traditionellerweise verhalten, wie sie kichern und wie sie stören, wie sie schwätzen und wie sie mit Bonbonpapierchen rascheln, wie sie pausenlos WhatsApp-Nachrichten mit viel zu vielen Emojis schreiben und wie sie den Zuschauerraum mit ihren Displays beleuchten.

    Der Zuschauerraum selbst war überraschend leer: Die Schulklasse mit ihrem wahnsinnigen Lehrer nahm Platz, eine Handvoll Schwabinger Schreckschrauben, außerdem ein paar versprengte Gestalten sowie Don Ron und ich. Seltsam, die Kammerspiele waren doch in aller Munde? Christine Dössel hatte in der S-Zeitung eine interessante Kampagne zu den Kammerspielen vom Zaun gebrochen, und ich hatte gedacht, dass das die Zuschauerzahlen wieder enorm in die Höhe treiben würde. Anscheinend war aber heute abend das Gegenteil eingetreten?

    Nicolas Stemann kam auf die Bühne, gab den Conférencier und meinte, es gebe keine Pause, zu einem gewissen Zeitpunkt würden aber die Lichter im Saal angehen und man könne gerne rausgehen und sich was zu essen und zu trinken mit reinnehmen, solle dabei bitte auf die Kissenbezüge achten, das kenne man ja von zuhause, und unterdessen werde auf der Bühne freilich weitergespielt werden, und die Szenen, die während der Pause, die ja gar keine Pause ist, gespielt würden, seien nicht die schlechtesten, außerdem sei das Stück, das Jelinek bekanntlich anlässlich des Anschlags auf »Charlie Hebdo« geschrieben hat, schrecklicherweise immer aktueller geworden.

    Diese Ansage versprach schon mal nichts Gutes: Wenn das Stück so aktuell ist, wie der Regisseur sagt, dann würde man das doch von selbst merken, wozu also hob Stemann das eigens hervor? Dass wir uns in der Pause, die ja gar keine Pause war, keine Fressalien zu holen brauchten, war auch klar, u. a. deswegen, weil ich ohnehin schon Lebkuchen im Gepäck hatte und eine Flasche Moskovskaja, die ich neulich bei einer Wette gegen Don Ron verloren hatte. Ich hatte behauptet, dass Donald Trumps aktuelle Frau aus der Slowakei stamme, aber das war natürlich Unsinn, denn sie stammt ja aus Slowenien. Dass Donald Trumps erste Frau nicht aus Slowenien, sondern aus der Slowakei stammte, half mir logischerweise nichts.

    Dann ging das eigentliche Stück los. Man muss leider sagen, dass es gerade am Anfang ziemlich schlecht war. Einige Zeit darauf war es glücklicherweise schon mittelmäßig, und kurz vor der Pause, die ja gar keine Pause war, wurde es sogar beinahe gut. Stemann hatte also wahrscheinlich recht mit seiner Ansage, dass die Szenen, die während der Pause, die ja gar keine Pause war, gespielt werden, nicht die schlechtesten sind.

    Man konnte sich sehr gut ausrechnen, wie es weitergehen würde: Nach der Pause, die ja gar keine Pause war, musste die Inszenierung brillant werden, einige Zeit darauf perfekt und am Ende genial! Die Strategie dahinter verstand ich leider nicht. Wäre es im Interesse der Zuschauer nicht umgekehrt sinnvoller gewesen, man hätte mit den genialen Passagen angefangen, dann zu den perfekten und brillanten übergeleitet, und die mittelmäßigen und schlechten einfach gestrichen?

    Ich war aber auch ziemlich verstört, weil die Schulklasse absolut aufmerksam war. Wahrlich, man konnte sich keine aufgeschlosseneren, interessierteren und lautloseren Theaterzuschauer als diese Schüler wünschen. Wie war das möglich? Ist Jelinek inzwischen bayerischer Eliteabiturstoff? Und war dieser Theaterbesuch der vollgültige, pragmatische und ja auch einzig mögliche Ersatz für die Lektüre des Stücks? Es war ja klar, dass kein Schüler das Jelinek-Stück gelesen haben konnte. Das Stück steht frei und kostenlos verfügbar auf Jelineks Homepage, aber wenn man nur mal bis zum Ende dieses Stücks runterscrollte, dauerte dies drei Wochen, und wenn man das Stück ausdruckte, brauchte man dafür fünfhunderttausend Blatt.

    In der Pause, die ja gar keine Pause war, schlichen Don Ron und ich uns raus, da wir ja noch ein Bier trinken gehen wollten. Nach dem Ende des Stücks wäre es dafür natürlich zu spät gewesen. Außerdem schmerzten unsere Knie, da die Stuhlreihen in den Kammerspielen so dicht beieinander stehen, dass es sogar jemand wie ich, der weiß Gott nicht hoch gewachsen ist, dort nicht lange aushält – anthropologisch gesehen ist der Selbsterhaltungstrieb am Ende dann doch stärker als die Jelinekverehrung.

    Wir gingen also ins Conviva, bei den Kammerspielen um die Ecke. Am Nebentisch saß eine stadtbekannte Literaturagentin. Don Ron bestellte ein kleines Bier, ich bestellte ein großes Wasser. Wir sprachen über die soeben gesehene erste Hälfte der Inszenierung, waren aber etwas ratlos. Wäre es vielleicht doch besser gewesen, das Stück vorher auf irgendeine noch zu erfindende Weise zu lesen? Am selben Abend hätte es in einer Außenstelle des Lyrikkabinetts laut Programm auch eine Veranstaltung gegeben, in der diverse Gedichte und Lyrikübersetzungen der von Suzan Kozak, Karin Fellner und Tristan Marquardt angeleiteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sammelkurse Türkisch Q11 und Q12 vorgestellt wurden. Vielleicht hätten wir lieber dorthin gehen sollen?

    Aber es half ja nichts, wir mussten nach vorne blicken. Die stadtbekannte Literaturagentin ging an unserem Tisch vorbei, auf die Toilette. Don Ron erzählte von der großen Jürgen Kuttner’schen Videoschnipsel-Party, die er wenige Tage zuvor in der Volksbühne in Berlin miterlebt hatte, und dass dort der bekannte Wahlkampfsong von Joseph Beuys »Wir wollen Sonne statt Reagan« nicht, wie sonst immer, am Ende vorgespielt worden war, sondern gleich ganz am Anfang. Das überraschte mich nun sehr.

    Die Bedienung brachte eine 0,75l-Flasche Wasser und ein 0,25l Glas Bier. Uns traf beinahe der Schlag. In der ganzen Welt versteht man unter einem »großen Wasser« ein 0,4- oder 0,5l Glas Wasser, aber doch keine 0,75l-Flasche! Und in der ganzen Welt versteht man unter einem »kleinen Bier« in etwa ein 0,33l-Bier, außer natürlich in solch lächerlichen und kulturlosen Verwaltungseinheiten wie Köln oder so (no offence!).

    Juristisch gesehen hatten wir keine Chance: Ich hatte ein großes Wasser bestellt und ein großes Wasser bekommen, wenn auch ein sehr großes, Don Ron hatte ein kleines Bier bestellt und ein kleines Bier bekommen, wenn auch ein sehr kleines. Zusätzlich hatte mich nun eine große Unruhe erfasst, weil die stadtbekannte Literaturagentin nach vielleicht vierzig Minuten noch immer nicht von der Toilette zurückgekommen war. None of my business natürlich, aber ich machte mir irgendwie langsam Sorgen.

    Don Ron hatte sein mit dem menschlichen Auge kaum sichtbares Bier längst ausgetrunken, ich meinen gefühlten Maßkrug Wasser mittlerweile auch. Es war Zeit zu gehen. Wir verabschiedeten uns, und ich machte mich über die menschenleere Maximilianstraße gedankenverloren auf den Heimweg. Obwohl ich nicht Pokémon spiele, ging ich wie immer zu Fuß. Wenn alles nach Plan läuft, werden Don Ron und ich uns in den Kammerspielen demnächst die zweite, die geniale Hälfte von »Wut« ansehen, worauf ich mich schon riesig freue.
     

  • Durch den neuen »Spiegel« fegt ein kalter Wind

    Die Metapher der Woche, auf die man sich für die Ausgabe 8/2016 inner­redaktionell geeinigt hat, ist diesmal auf den Seiten 96 und 129 zu bestaunen:

    »Vom Maidan, dem Platz der Unabhängigkeit, steigt die Straße steil an und führt zum Präsidentenpalast. Über ihr Pflaster fegt ein kalter Wind, so kalt wie im Februar vor zwei Jahren, als das Blut in den Ritzen zwischen den Steinen versickerte.«

    Moritz Gathmann: »Die Enttäuschten«, S. 96

    »Zwei Wochen vorher in Moskau. Kalter Wind fegt durch die Straßen, als sich Nadja Tolokonnikowa noch einmal für ein paar Stunden in den Moskauer Untergrund begibt.«

    Tobias Rapp, Matthias Schepp: »Anti-Putin-Superstar«, S. 129
     

  • Aus einem Interview

     
    The European: Was soll man da überhaupt noch Neues von Ihnen bei der »Welt« erwarten?

    Matthias Matussek: Ach, ich glaube, ich käme von jetzt an auch so über die Runden …

     
    Quelle: »The European«, 3. Februar 2014 [sic]
     

  • Die beste Fernsehsendung des Jahres

     
    Liebe Freunde der Eisenbahn,

    in der Nacht von heute (Montag, 16.11.) auf morgen (Dienstag, 17.11.) kommt von 0.30 Uhr bis 0.55 Uhr auf RTL die beste Fernsehsendung des Jahres: Alexander Kluge befragt Sören Urbansky zur Geschichte der Ostchinesischen Eisenbahn. In der Ankündigung zu dieser Sendung heißt es:

    »Was heute von Silicon Valley erwartet wird, wurde damals von dem Gelände rechts und links dieser Eisenbahnstrecke erwartet. Auf ihr zuckelten von Dampflokomotiven gezogene traditionelle russische Waggons, während auf den Gleisen gegenüber der legendäre japanische Asia-Fernexpress dahinjagte. Im verglasten Salonwagen dieses futuristischen Zugs (mit Blick vom Heck) hatte man eine Aussicht wie aus einem Raumschiff.«

    Niemand, der das schaut, wird es bereuen, wage ich zu behaupten. Und auch wenn Lessing jetzt vorlaut schreien würde: »Ich bin dieser Niemand«, können es ja alle anderen trotzdem schauen.
     

  • Dr. Fellinger antwortet

    Es war damals am 18. März 2013 um Peter Handke gegangen. Sein »Versuch über den Stillen Ort« (2012) war in der Reihe zu 100-Seiten-Büchern hier im Umblätterer besprochen worden. Als Erklärung zu den auffälligen Diskrepanzen zwischen Handkehandschrift und Handkedrucktext hatten wir uns erhofft:

    »Vielleicht wird Herr Dr. Fellinger oder wer auch immer einmal dazu Stellung nehmen müssen, wie es zu solchen Inkohärenzen kommen konnte.«

    Dann verging das Jahr 2013, das Jahr 2014 kam und verging ebenfalls, und dann war es 2015, erst Januar, dann Februar, und noch weitere Monate kamen, aber dann plötzlich, um mit Christian Kracht zu sprechen: »Es war September. Ein Falter hatte sich auf mein Augenlid gesetzt. Er hatte sich in die Bewegung der Wimpern verliebt. Zeitgleich mit dem Öffnen und Schließen des Auges schlug er seine Flügel.«

    Und ebenfalls im September, also quasi zeitgleich mit dem Flügelschlag des Kracht’schen Schmetterlings und nur zweieinhalb Jahre nach unserer verunsicherten Handkelektüre, reagierte eben jener Herr Dr. Fellinger auf diese nach wie vor aktuelle Verunsicherung. Es stand im Suhrkamp-Blog »Logbuch. Deutschsprachige Literatur heute« und ging so:

    »Es gibt Passagen in den faksimilierten Seiten, die, mit leichten Änderungen, in die Buchfassung übernommen werden – […] Erst durch Umstellungen, Weglassen und Hinzufügen des im Notizbuch Festgehaltenen entstehen die einzelnen Sätze und deren Aufeinanderfolge im gedruckten Text […] Dabei vollzog sich die Transposition […] – allerdings, das macht die entscheidende Differenz der Druckfassung aus, unter Rückgriff auf Erinnerungen/Erfahrungen/Eindrücke, die sich einstellten im ›Abenteuer, im Tun/Schreiben‹ (so [Handke]), also während der Niederschrift, sowie unter Rückgriff auf die mit dem Buchprojekt teilweise viele Jahre vorher verbundenen Buch-Phantasien.«

    Als stetig Antwortsuchende, als Handke-Adepten, als Fellinger-Fans könnten wir nicht dankbarer sein. Das »Logbuch« sollte man eh immer lesen, Handke sowieso, und wo bleibt eigentlich der nächste Teil des »Blauen Montags«, der zurzeit wohl besten Youtube-Sendung überhaupt?
     

  • Über Geheimnisse

    In absehbarer Zeit dürfen nichtrussische Unternehmen ja nur noch maximal 20% an territorialrussischen Medien besitzen. Und ebenjene 20% an den in Russland erscheinenden Titeln von Axel Springer wird dann wohl, wie ich grade gelesen habe, Regina von Flemming übernehmen.

    Von ebenjener Regina von Flemming hat das russische Literaturmagazin »Russkij Pioner« im April einen Text über Geheimnisse veröffentlicht, der in der Print-Ausgabe lustigerweise nur auf Deutsch zu lesen war (hier ein bisschen nach unten scrollen).

    Und in diesem sensationellen Flemming-Text geht es um Barack Obama, George Bush sen., Georg Simmel, Friedrich Nietzsche, Gail Saltz, Teddybären, Batman, Martin Luther, Athanasius Kircher, Benjamin Franklin, Heinrich Himmler, Alois Hahn, Bill Clinton, Monica Lewinsky, Oscar Wilde, Sigmund Freud, Samuel Provance, Giuseppe Manzini usw. usw.
     

  • Jakob Augsteins Baukasten

     
    (Artikelupdate um 20:36 Uhr, siehe unten.)
     

    Für die Workshopteilnehmer und sowieso auch für die Fans veröffentlichen wir heute unser A2-Poster A1-Poster »Jakob Augsteins Baukasten« (PDF, 166 kB; gesetzt mit LaTeX, Quellcode auf Anfrage):

    Jakob Augsteins Baukasten (Poster, Vorschau)

    Wir setzen damit auch die entsprechende Berichterstattung fort, die bisher so verlief:

    Wir mussten für das Poster zuletzt von A3- auf A2-Format A1-Format umschwenken, denn es sind zwei drei neue Texte dazugekommen, die Augsteins Baukastenprinzip noch mal neu illustrieren. Die wie immer wertungsfreie Analyse hat dann auch gleich einige Dinge zutage gefördert. Nehmen wir mal das Wort »Beleidung« (statt »Beleidigung«) im Vorwort zum gerade erschienenen Schirrmacher-Sammelband »Ungeheuerliche Neuigkeiten«. Dieser Tippfehler könnte eventuell anzeigen, dass Augstein nicht einfach copy&paste mit seinen alten Texten macht, sondern die Sachen offenbar tatsächlich alle noch mal neu auf Grundlage vorhandener Fixierungen seiner Gedanken zusammenstellt, und das ist doch schon mal interessant.

    Aber gut, hier noch mal die genauen Quellenangaben zu den sechs sieben der Analyse zugrunde liegenden Augstein-Texten:

    • Jakob Augstein: Ein Mann ohne Komplex. In: Die Zeit, 2. 3. 2006, S. 59. [link]
    • Jakob Augstein: Frank Schirrmacher – Der Aufreger. In: Stephan Weichert / Christian Zabel (Hrsg.): Die Alpha-Journalisten. Deutschlands Wortführer im Porträt. Köln: Herbert von Halem Verlag 2007, S. 324–330. [link]
    • Jakob Augstein: Mein Hirn gehört mir. In: Welt am Sonntag, 7. 2. 2010, S. 55. [link]
    • Jakob Augstein: Wir töten, was wir lieben. In: der Freitag, 16. 8. 2012, S. 3. [link]
    • Jakob Augstein: »Es gibt keinen anderen wie ihn«. In: Der Spiegel, 16. 6. 2014, S. 114–115. [link]
    • Jakob Augstein: Vorwort. In: Frank Schirrmacher: Ungeheuerliche Neuigkeiten. Texte aus den Jahren 1990 bis 2014. Herausgegeben von Jakob Augstein. München: Blessing Verlag 2015, S. 9–14. [link]
    • Jakob Augstein: Alpha und Ende. In: Der Spiegel, 6. 6. 2015, S. 17. [link]

    Soderla, nach dem Ende unserer Raddatz-Berichterstattung nun also auch endlich das Ende unserer Augstein-Berichterstattung, macht’s gut.

     
    <Update when="20:36 Uhr">
    Siehe da, wir haben grad beim Zitatecheck noch weitere Legoteilchen gefunden, nämlich in Augsteins Schirrmacher-Artikel aus der »Welt am Sonntag« vom 7. Februar 2010. Es ist für uns etwas peinlich, dass uns das jetzt erst auffällt, denn wir hatten diesen Text damals, anlässlich der Verleihung des 6. Goldenen Maulwurfs, zu einem der Top-Ten-Artikel des Feuilletonjahres 2010 gekürt, und der Artikel ist ja auch nach wie vor sehr gut zu lesen. Jedenfalls, wir mussten in unser Poster nun eine weitere Spalte einziehen und das Format noch mal, von A2 auf A1, vergrößern. Das PDF ist also nun aktualisiert.
    </Update>
     

  • Ende der Berichterstattung

    Man läuft einfach von zuhause aus zum Funkhaus von Deutschlandradio Kultur und landet dann beim Gespräch mit Matthias Dell nach ungefähr drei Sätzen irgendwie gleich bei Helmut Böttiger. Der hat nämlich vor ein paar Tagen ein herrliches Zitat von damals rausgehauen, aus den Siebzigern oder so, als die Feuilletonchefs sich auch von ihren Chefredakteuren nicht haben hineinreden lassen: »Da gab es auch die Parole ›Redigieren ist Faschismus‹.« Die riesigen Lettern dieser Parole sind inzwischen aber offenbar wieder von den Wänden der meisten Feuilletonredaktionen abgenommen worden.

    Danach haben wir noch ein paar Namen gedroppt, die im strengen Sinn eigentlich nichts miteinander zu tun haben, z. B. Christian Wulff und Ulrich Matthes (oder Bernd Matthies), weiß der Himmel, wie wir auf die nun wieder gekommen sind. Und dann kam auch schon Christine Watty um die Ecke gebogen, es ging treppab treppauf durch irgendwelche Labyrinthe bis ins Studio Nummer soundsoviel. Und um es kurz zu machen: Unser Gespräch über Raddatz kann man noch mal als mp3 nachhören, außerdem stand am 1. März unser FJR-Nachruf in der FAS, und hier sind noch mal unsere groooßen FJR-Festwochen. Und damit beendet der Umblätterer nun also seine langwierige Raddatz-Berichterstattung, herzlichen Dank.
     

  • 75 berühmte Einwohner

     

    Albrecht Altdorfer
    Peter Altenberg
    Matthias Altenburg
    Berthold Auerbach
    Jörg Augsburg

    Carlo Bamberg
    Karl Barth
    Mario Barth
    Xaver Bayer
    Erika Berger

    Isaiah Berlin
    Cora Berliner
    Manfred Bieler
    Hans Blumenberg
    Jakob Böhme

    Heiner Bremer
    Daniel Brühl
    Hermann Burger
    Gilbert Keith Chesterton
    Drafi Deutscher

    Isaac Deutscher
    Ingeborg Drewitz
    Peter Eisenberg
    Sergej Eisenstein
    Jürgen Elsässer

    Roland Emmerich
    Friedrich Engels
    Nathan Englander
    Richard Engländer
    Hugo Erfurth

    Manfred Frank
    Harry G. Frankfurt
    Karl Emil Franzos
    Joachim Fuchsberger
    Jeffrey Goldberg

    Karl Grünberg
    Albert Paris Gütersloh
    Käte Hamburger
    Michael Hamburger
    Hildegard Hamm

    Heinrich Hannover
    Helmut Herzfeld
    Wieland Herzfelde
    Hermann Hesse
    Wolfgang Hildesheimer

    Andreas Hofer
    Liesl Karlstadt
    Dieter Kassel
    Henry Kissinger
    Gertrud Kolmar

    Siegfried Kracauer
    Adriana Lima
    Abraham Lincoln
    Jack London
    Rosa Luxemburg

    Katherine Mansfield
    Karl Marx
    Norbert Mecklenburg
    Christian Nürnberger
    Heidi Paris

    Helga Paris
    Peggy Parnass
    Jennifer Rostock
    William Rothenstein
    Hans Sachs

    Arnold Schönberg
    Albert Schweitzer
    Detlef D! Soost
    Dolf Sternberger
    Hermann Ungar

    Horace Walpole
    George Washington
    Oswald Wiener
    Sarah Wiener
    Michael York

    Mit bestem Dank an
    Miroljub und Jonesy!