In der heutigen FAZ wurde unsere gemeinsame Traueranzeige veröffentlicht.

Unter dem Spitznamen Luisa hat Gisela Trahms 23 Texte im »Umblätterer« veröffentlicht.
Giselas erste Mail an mich datiert vom 4. September 2010. Damals hatte ich ihren eingesandten Beitrag noch abgelehnt, da wir keine herkömmlichen Rezensionen veröffentlichen. Sie blieb aber hartnäckig, und was in Gregor Dotzauers Nachruf im »Tagesspiegel« steht, haben wir genau so erlebt: »Je älter sie wurde, desto stärker interessierte sie sich sogar für die Jüngeren.«
Sie hat sich dann wirklich in »Umblätterer«-Form und -Stil reingedacht und am 20. Juli 2011 erschien unter dem von ihr gewünschten Spitznamen Luisa ihr erster Beitrag, zur Hundertseiter-Sektion.
Legendär ihr Text über Vermeer, auf den Wolfgang Herrndorf himself in den Kommentaren reagiert hat.
Zuletzt hat sie noch den Blurb für das Hundertseitenbuch von Josik geschrieben.
Sie war auf so viele Weisen eine Bereicherung für unsere Leipziger Jungstruppe. Ich bin sehr froh, dass sie sich uns ausgesucht hat.

Von der Familie stammt folgender Lebensabriss, den wir dankenswerterweise hier veröffentlichen dürfen:
Am 31. Januar 1944 wird Gisela Lore Trahms als Tochter des Ingenieurs Rudolf Schulz und seiner Frau Hildegard, geb. Koch, in Eickelborn (Kreis Soest) geboren. Der Vater wird während des Zweiten Weltkrieges 1945 in Rumänien vermisst. Die Mutter heiratet 1952 in zweiter Ehe den Bankinspektor Arno Lange, der Gisela adoptiert. Die Familie zieht nach Düsseldorf. 1963 legt Gisela Trahms am Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf das Abitur ab und beginnt eine Buchhändlerinnenlehre in der Schrobsdorff’schen Buchhandlung in Düsseldorf. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehre beginnt sie 1965 ein Studium der Germanistik und Romanistik in Freiburg und Kiel und heiratet 1966 in Bonn den Studenten der Medizin Hans-Joachim Trahms. Am 4. Januar 1967 wird ihr gemeinsamer Sohn Jesko geboren. Ihr Studium nimmt Gisela Trahms im Jahr 1970 wieder auf und beendet es 1974 in den Fächern Deutsch und Philosophie an der Universität Düsseldorf mit dem ersten Staatsexamen. Am 16. September 1975 wird Tochter Julia geboren. Gisela Trahms promoviert 1980 an der philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf über »Sprache und Defizit – Aspekte des Verhältnisses von Aphasie-Forschung und Linguistik«. Von 1981 bis 2005 arbeitet sie als Oberstudienrätin am Albert-Einstein-Gymnasium Kaarst bei Düsseldorf. Ab 2008 widmet sie sich voll und ganz der Literatur, schreibt Kritiken und Rezensionen in Feuilletonblogs (umblaetterer.de, poetenladen.de), schreibt für verschiedene Zeitungen wie den »Tagesspiegel«, die »Literarische Welt«, »Volltext«, die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (darin für die Frankfurter Anthologie) und veröffentlicht auch eigene Texte in Literatur-Magazinen (»Am Erker«, SuKuLTuR-Verlag). Von 2009 bis 2010 veröffentlicht sie außerdem gemeinsam mit ihrer Tochter den Podcast »Abicast«, in dem sie die Literatur bespricht, die Schüler*innen für das neu eingeführte Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen kennen müssen, und so eine ganz neue Form der Lernhilfe bietet.
Schreibe einen Kommentar